Ich will diese Seite nutzen, um die Erinnerungen an unsere Tokyo-Reise in Erinnerung zu behalten.

Um nichts auszulassen, erzähl vielleicht erst mal, wie es dazu kam, dass wir Japan besucht haben. Also die Cousine meines Freundes hat vor ein paar Jahren in Halle Japanologie studiert und war deswegen ein Jahr als Austauschstudentin dort. Schon damals besuchte mein Freund mit seinem Bruder, dessen Freundin, seiner Cousine und seinem Cousin für etwa 10 Tage Tokyo. Natürlich war ich immer total neidisch, aber Flug und Unterkunft sind einfach zu teuer um da mal eben hinzufliegen. Seine Cousine brach das Studium jedoch ab und begann ein Studium für Informatik. Als sie damit fertig war, merkte sie, wie sehr sie doch an diesem fernen Land und dessen Leute hängt und ergriff die Möglichkeit eines Stipendiums. Also flog sie im September 2005 los um eineinhalb Jahre dort zu lernen und zu arbeiten. Als wir erfuhren, dass sie das Stipendium bekommen hatte und dort auch in einer eigenen Wohnung wohnen wird, war für uns sofort klar, dass wir sie dort besuchen werden. Also besorgten wir uns ein paar 'relativ' günstige Tickets und mußten nur noch die vielen vielen Wochen und Monate abwarten, bis wir hinfliegen konnten. Danilos Cousin, der auch der Bruder von der "Neu-Japanerin" ist, wollte die Chance nutzen und wir beschlossen zu dritt zu fliegen. Die Zeit bis zum Flug nutzen wir natürlich gut um Reisepässe zu beantragen oder ggf. zu suchen, Ärzte nach Impfungen zu fragen, Wörterbücher und Stadtkarten zu kaufen usw.
Einen Tag nach Weihnachten war es dann endlich soweit. Wir fuhren den Abend vorher in die Berliner Wohnung von André um am nächsten Tag keinen Stress mit fahren und zeitigem Aufstehen zu haben. Zum Glück hatten wir einen zeitlich guten Flug bekommen, da wir erst gegen 12Uhr von Berlin-Tegel losflogen. Unser erster Halt war in Mailand, wo wir in eine größere Maschiene umstiegen. Da ja tiefster Winter war, mußte es so kommen, dass unser Flugzeug eingefroren war. Netterweise erfuhren wir auch erst nach einer Stunde, warum es nicht weiter ging und das es noch eine weitere Stunde dauern würde. Obwohl wir etwas böse waren, dass sich die ohnehin schon lange Reise noch um zwei Stunden verlängern würde, schauten wir doch interessiert zu, wie die Maschiene enteist wurde. Dann war es endlich soweit und wir hoben ab, dem Osten entgegen. Bis dahin wußte ich aber noch nicht, wie lang 11 Stunden flug sein konnten. Zwar gab es für jeden Sitz einen Fernseher mit Kinofilmen, Musik, Spielen und dem altbekannten Mr.Bean-Filmchen, aber sehr gemütlich war es trotzdem nicht. Super eng und Beinfreiheit ist dort auch ein Fremdwort. Geschlafen hab ich überhaupt nicht und fühlte mich einfach nur noch zermatscht.

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